Rezepte

Grissini – Urlaubsfeeling zum Snoopen

Da bin ich wieder. Frisch zurück aus dem Urlaub, mit ganz viel Tatendrang und Lust auf zahlreiche Stunden in der Küche, zum Probieren und Experimentieren. Da passt es sehr gut, dass die EM 2016 gerade gestartet ist.

Nachdem es nun eine Woche improvisierte Urlaubsküche gab, die Rahmenbedingungen haben mich etwas eingeschränkt, steht mir der Sinn jetzt sehr nach frischen Zutaten und frisch zubereiteten Speisen. Das muss auch bei den Knabbereien zum Fußball gucken so sein.

Zum heutigen Spiel gibt es daher selbst gemachte Grissini. Diese sehr leckeren, italienischen dicken Salzstangen. Die Zubereitung nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, aber der Aufwand lohnt sich, denn das Ergebnis schmeckt phänomenal und ihr wollt danach nie wieder gekaufte Grissini essen.

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Die Zutatenliste ist übersichtlich.

Die meisten Dinge hat man immer im Hause, so dass auch dem spontanen Knabber-Vergnügen nichts im Wege steht.

  • 3-4  Stiele frischen Thymian, aus eigenem Anbau oder vom Gemüsehändler eures Vertrauens
  • 1/4 Würfel frische Bio-Hefe (10g)
  • 75 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 EL Bio-Zucker
  • 3 EL gutes Bio-Olivenöl
  • 1/2 Eiweiß vom glücklichen Landhuhn
  • Salz
  • 180 g Bio-Dinkelmehl

Zum Bestreichen braucht ihr zusätzlich:

  • 1 El grobes Kräutersalz
  • 3 El gutes Bio-Olivenöl

Das Rezept ergibt 20-30 Grissini, je nachdem wie dünn ihr den Teig ausrollt und wie lang die Grissini werden.

Kleiner Tipp:

Macht die Stangen nicht zu lang. Denn solltet ihr sie nicht komplett aufessen und aufbewahren wollen, müsst ihr die Salzstangen irgendwie luftdicht verpacken können, andernfalls ziehen die Stangen Wasser, durch das Salz. Darunter leidet das Knabber-Erlebnis und die Grissini sind am nächsten Tag pappig. Also macht die Stangen lieber etwas kürzer und dafür einfach mehr 🙂

Als erstes wascht ihr den Thymian, trocknet ihn, zupft die Blättchen ab und hackt diese. Danach Hefe in eine Schüssel bröseln, laufwarmes Wasser und Zucker dazugeben und glatt rühren. Alle weiteren Zutaten hinzugeben, bis auf die Zutaten für´s Bestreichen. Die Zutaten mit den Knethaken zu einem glatten Teig verkneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Den Teig mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr schon einmal das Kräutersalz mit dem Olivenöl mischen. Eventuell reicht die Menge nicht, dann müsst ihr beim Bestreichen der Teilrohlinge noch einmal etwas Olivenöl dazugeben.

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Den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Ich benutze auch hierfür am Liebsten mein Loch-Backblech von Städter. Das Ergebnis wird damit einfach super-knusprig.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte geben, halbieren und zu zwei Rollen formen. Diese in jeweils 10-15 gleich große Stücke teilen und jedes einzelne Stück zu einer Stange formen. Entweder rollt ihr den Teig erst in den Händen und anschließend auf der Arbeitsplatte oder direkt auf der Arbeitsfläche. Probiert einfach aus, was für euch besser geht. Das hängt auch ein bisschen vom Teig ab. Solang das Ergebnis anschließend wie eine „Wurst“ aussieht, ist alles erlaubt. Gebt zwischendurch immer wieder etwas Mehl auf den Arbeitsbereich, dann könnt ihr besser arbeiten und die Teigrohlinge kleben nicht fest.

Sollte der Teig einmal reißen, kein Problem. Einfach zusammenfalten und noch einmal ausrollen. Als Orientierung für den „richtigen“ Umfang der Grissini nehmt einfach euren kleinen Finger. Wenn die Stangen etwa so dünn sind, ab aufs Backblech damit und vorsichtig mit dem vorbereiteten Gemisch aus Olivenöl und Kräutersalz bestreichen. Sollte die Mischung zu dickflüssig sein, einfach noch etwas Öl dazugeben.

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Bei der „Glasur“ könnt ihr sehr gut experimentieren. Sehr lecker schmecken die Grissini auch, wenn ihr die Glasur noch mit Paprikapulver verfeinert.

Wenn alle Grissini bestrichen sind, die Bleche einzeln in den heißen Ofen geben und jeweils für 15-18 Minuten backen. Behaltet den Ofen ein wenig im Auge, da die Grissini an den dünneren Stellen schneller garen und nicht verbrennen sollen Anschließend lasst ihr die Salzstangen auf einem Gitter abkühlen und könnt sie danach trocken lagern … wenn ihr das denn schafft.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Knabbern!

 * Und für alle die mit „snoopen“ nichts anfangen können … „snoopen“ meint „naschen“, aber auf Plattdeutsch.

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