Rezepte

Schwarzbrot für Einsteiger

Ich gestehe … ich bin bzw. war ein riesiger Fan der NDR2-Sendung „Mein schönes Land TV“. Leider wird dieses großartige Format seit zwei Jahren nicht mehr ausgestrahlt. Was ich sehr bedauere. Habe ich doch immer sehr schöne und vielseitige Anregungen bekommen, zu den unterschiedlichsten Themen von Garten, über Deko bis hin zum Kochen und Backen. Immer abgestimmt auf die Jahreszeiten, mit einem hohen Wohlfühl- und Heimeligkeits-Faktor.

In einer meiner absoluten Lieblingsfolgen wurde ein Rezept für Schwarzbrot gezeigt – ehrlicherweise wahrscheinlich genau deswegen eine meiner Lieblingsfolgen – Seitdem ist dieses Schwarzbrot aus unserem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Mit der Zeit habe ich das Ursprungs-Rezept ein wenig verändert und auf unsere Bedürfnisse angepasst. Dabei herausgekommen ist ein, wie ich finde, grandioses Schwarzbrot, wie man es besser vom Bäcker nicht kaufen kann.

Und der ganz große Vorteil … du weißt immer was drin ist.

Auch dieses Rezept besticht durch deine Einfachheit in der Herstellung, bei phänomenalem Geschmack. Und damit nun nichts mehr zwischen euch und diesem großartigen Geschmackserlebnis steht, kommt hier direkt das Rezept.

Dieses Schwarzbrot wird in Weckgläsern zubereitet. Das Rezept reicht für 3 Gläser á 850 ml. Neben den 3 Weckgläsern benötigt ihr noch:

  • Butter
  • Haferflocken
  • 500 ml Buttermilch
  • 65 g Zuckerrübensirup
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 250 g Dinkelvollkornschrot
  • 125 g Sonnenblumenkerne, Leinsamen & Sesam im Mix
  • 150 g Naturjoghurt
  • 1 EL Salz

Beim Mehl könnt ihr variieren. Im Ursprungsrezept wird Weizenvollkornmehl verwendet. Wir haben es auch schon mit Roggenmehl versucht. Es muss natürlich auch nicht immer Vollkornmehl sein. Dadurch bekommt das Brot aber einen vollmundigeren Geschmack.

Das Vollkonrschrot mahle ich mir immer frisch selber, aus dem ganzen Korn. So kann ich die Körnung besser bestimmen. Wenn ihr ordentlich was zu kauen haben wollt, wählt eine grobe Stufe von 7-9. Wenn ihr es lieber feiner mögt, nehmt eine Stufe zwischen 2-4.

Bei den Körnern könnt natürlich auch ausprobieren. Die oben aufgeführte Kombi schmeckt uns für den Alltag am Besten. Wir haben es aber auch schon mit beispielsweise Kürbiskernen versucht.

Wenn ihr einmal etwas Besonderes machen wollt, ersetzt die Kernmischung ruhig auch mal durch gehackte Nüsse. Das ist sehr lecker. Dieses Brot, mit Walnüssen, dazu einen kräftigen Käse und Feigensenf … der Oberhammer.

Und so wird daraus nun leckeres Schwarzbrot!

Als Erstes fettet ihr die Weckgläser mit Butter ein. Dies geht am besten mit einem Gefrierbeutel über der Hand. Gebt einen Klecks streichzarte Butter in das Glas und verteilt diesen mit der Hand im Glas. Anschließend wird das Glas mit Haferflocken ausgestreut. So lässt sich das fertige Brot später super-einfach aus dem Glas bekommen.

Nun die Buttermilch in einen Topf geben und erhitzen. Den Zuckerrübensirup zugeben und gemeinsam auf 30°C erhitzen. Anschließend die Hefe darin auflösen.

Während die Buttermilch warm wird,  werden die restlichen Zutaten in einer großen Schüssel vermengt. Anschließend die Buttermilch-Mischung zugeben und das Ganze etwa 5 Minuten mit einem Gummi-Spatel vermengen. Die Masse sollte zähflüssig sein.

Nun die Gläser zu max. 3/4 befüllen. Ganz wichtig: Deckel drauf! Danach die Gläser auf die unterste Schiene in den kalten Ofen stellen und bei 160°C Ober/Unterhitze für etwa 3 Stunden backen.

Wenn die Brote fertig sind, Gläser aus dem Ofen holen und die Deckel runternehmen. Die Brote etwas abkühlen lassen. Nach etwa 20 Minuten „fallen“ die Brote quasi aus den Gläsern, wenn ihr sie wendet. Danach vollständig auskühlen lassen.

Wir essen dieses Brot am liebsten mit frischem Räucherfisch, Kräuterquark mit Gurke oder Tomate, Butter und Kresse oder kräftigem Käse. Das passt einfach hervorragend zu dem Geschmack des Brotes.

Die Brote lassen sich auch sehr gut einfrieren. Solltet ihr also keinen riesigen Brunch veranstalten und alle 3 Brote auf einmal verzehren, ist das auch immer eine Option. Die Brote schmecken nach dem Auftauen noch genauso gut.

Ich hoffe, die Brote gefallen euch genau so gut wie uns und freue mich auf euer Feedback und Erfahrungsberichte.

Viel Spaß beim Nachmachen!

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