Rezepte

Selfmade Pizza … eine Herzensangelegenheit

Ich liebe Pizza. Es ist eines meiner mit Abstand aller liebsten Lieblings-Essen … und seit ich den Teig das erste Mal selber gemacht habe, gibt es Pizza bei mir auch nur noch selbst gemacht. Es schmeckt einfach so viel besser mit all der Liebe, die in handgeknetetem Teig steckt.

Für viele spricht ja der Faktor Zeit gegen selbst gemachten Pizzateig:

… man muss alle Zutaten vorrätig haben

… der Teig muss EWIG geknetet werden

… und dann muss der Teig ja auch noch gehen

Ich gebe zu, ein total spontanes Pizza-Essen ist damit nicht möglich. Länger als 1,5 Stunden muss man aber auch hierbei nicht warten, bis eine ofenfrische Pizza auf dem Tisch steht.

Da mich das umfangreichen und detaillierte Planen von Speisen sehr glücklich macht (so kann ich mich nämlich den ganzen Tag auf ein tolles Abendessen freuen) setze ich den Teig meist morgens an, bevor der normale Alltagswahnsinn so richtig startet und lasse ihn den Tag über im Kühlschrank gehen. Abends muss der Teig dann nur noch ausgerollt, belegt und gebacken werden und fertig ist der frische Pizza-Genuss.

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Mein ultimativer Pizzateig

Die Menge ergibt ein Blech, bei dünnem Boden, und reicht für 2 Personen.

  • 165 g Bio-Dinkemehl
  • 3 g Salz
  • 5 g frische Bio-Hefe
  • 17 g Bio-Olivenöl
  • 107 g lauwarmes Wasser

Ich wiege die Zutaten immer ab, da es etwas genauer ist als mit dem Messbecher. Im Urlaub habe ich aber gemerkt, es geht auch nach Gefühl. Irgendwann weiß man, wie sich der Teig in den Händen anfühlen muss, damit er ‚richtig‘ ist.

Alles flott verkneten und ab in den Kühlschrank.

Mehl und Salz in eine Schüssel geben, Hefe dazubröseln, Olivenöl und Wasser dazugeben und alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben, aber schön elastisch sein. Ggf. müsst ihr noch etwas Mehl hinzugeben. Das Ganze dauert einen Augenblick, aber für mein Empfinden wird der Teig mit Handarbeit einfach viel besser.

Wenn der Teig fertig geknetet ist, in eine leicht bemehlte Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und bis zum Abend in den Kühlschrank stellen, oder mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und für etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Wenn der Teig fertig gegangen ist, den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, leicht bemehlen und den Teig direkt auf dem Backpapier ausrollen. Dazu den Teig am Besten mit etwas Mehl bestäuben, damit er nicht am Nudelholz kleben bleibt. Wenn der Teig auf die gewünschte Größe ausgerollt ist, ein paar mal mit einer Gabel einstechen. Während ihr nun den Belag vorbereitet, kann der Teig noch einen Augenblick ruhen.

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Beim Belegen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Alles was schmeckt, ist erlaubt 🙂 Nur ein Tipp, belegt die Pizza nicht zu üppig. Zum einen kann der Boden das Gewicht irgendwann nicht mehr tragen, zum anderen können die einzelnen Zutaten dann nicht mehr so wirken.

Als Basis kommen bei mir auf ein Blech Pizza 5 Löffel Tomatensoße, idealerweise schön sämig eingekocht und fein abgeschmeckt, dann etwas geriebenen Käse, danach der Belag und zum Abschluss natürlich noch wieder Käse. Oben drauf gebe ich noch etwas Oregano und Olivenöl und ab in den Ofen, für 15-20 Minuten auf die unterste Schiene, dann wird der Boden von unten schön knusprig.

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Für diejenigen, die einen Pizzastein benutzen:

Diesen entsprechend der Herstellerangaben auf der untersten Schiene im Backofen vorgeheizt werden. Legt den Pizzastein bitte niemals direkt auf den Boden des Ofens. Stein und Ofen werden es euch danken. Mit Hilfe eines Pizzasteins bekommt der Boden die typische Steinofen-Färbung und auch der Pizzageruch kann sich noch einmal ganz anderes entfalten.

Da ich in der Vergangenheit schon zwei Pizzasteine zerlegt habe, weil mir beim in den Ofenlegen der Pizza, Zutaten von der Pizza auf den Stein gesprungen sind – worauf hin der Stein einmal *ping* gemacht hat und gesprungen ist – bin ich wieder auf die Blechvariante umgestiegen. Dafür habe ich mir ein sehr schönes Lochblech gekauft. Dieses Blech kann ich nur empfehlen. Durch die Löcher kommt die Hitze viel direkter an das Backgut, was sich natürlich auch in einem köstlichen und, gerade bei Pizza sehr wichtig, knusprigen Ergebnis widerspiegelt.

Wenn die Pizza fertig ist und aus dem Ofen kommt, geben ich noch einen dünnen Strahl Olivenöl gleichmäßig über die Pizza und eine Prise Salz. Jetzt muss die Pizza nur noch geschnitten und verputzt werden.

Lasst es euch schmecken!

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